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Aktuelles

Laut KfW weiterhin hohe Nachfrage nach Photovoltaik-Speicherförderung

Seit Beginn der zweiten Phase der Förderung von Batteriespeichern im Zusammenhang mit kleinen Photovoltaik-Anlagen sind bei der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) mehr als 4.000 Anträge. 90 Prozent entfallen dabei auf neu installierte Photovoltaik-Anlagen mit Speichersystem.

Bis Ende August sind bei der KfW insgesamt 4291 Anträge für die zweite Phase der Photovoltaik-Speicherförderung eingegangen. Nach dem Peak vor der ersten Degressionsstufe im Juni kamen im Juli 457 und im August 585 neue Anträge dazu. „Zum 1. Juli ist eine weitere Degressionsstufe in Kraft getreten. Dies erklärt die große Nachfrage im Juni und die Normalisierung im Juli und August“, erklärte KfW-Sprecher Wolfram Schweickhardt. Im Juni waren 1719 Anträge bei der KfW für die Photovoltaik-Speicherförderung eingegangen.

Zusammen mit den noch etwa 1700 Kreditanträgen, die noch vor Jahresende für die erste Phase der Speicherförderung gestellt worden seien, habe die KfW in diesem Jahr rund 6.000 Anträge erhalten. Nach Angaben der KfW handelt es sich bei den zu finanzierenden Vorhaben zu 90 Prozent um den Erwerb von Photovoltaik-Anlagen mit Speicher. Nur etwa zehn Prozent der Anträge seien für Nachrüstungen von Speichersystemen bei bestehenden Photovoltaik-Anlagen gestellt worden.

„Wir stellen fest, dass sich das Programm trotz der deutlich abgesenkten Förderung weiterhin einer hohen Nachfrage erfreut, die insgesamt leicht über der Nachfrage des vergangenen Jahres im Vergleichszeitraum liegt“, so Schweickhardt weiter. Für das Jahresende sei ein erneutes deutliches Anziehen der Nachfrage nicht auszuschließen. Zum Jahreswechsel gibt es erneut eine Degressionsstufe bei den Zuschüssen. Derzeit sei es aber noch schwierig, die Ausmaße dieses Vorzieheffektes vorherzusagen.

Die KfW-Speicherförderung kann für Batteriesysteme im Zusammenhang mit Photovoltaik-Anlagen bis 30 Kilowatt gestellt werden. Derzeit liegt der Tilgungszuschuss bei 22 Prozent und sinkt zum 1. Januar auf 19 Prozent.

Aktuelles

In Deutschland gibt es zur Zeit einen Bauboom:
Zahl der Baugenehmigungen auf 16-Jahres-Hoch.

Die niedrigen Hypothekenzinsen und erhöhte Baunachfrage wegen der Unterbringung von Flüchtlingen sorgen für einen unverminderten Bauboom in Deutschland. Damit setzt sich der Trend zu mehr Baugenehmigungen kräftig fort. Schon im ersten Halbjahr wurde ein Rekord seit der Jahrtausendwende verzeichnet.
Von Januar bis Juli wurde der Bau von 213 600 Wohnungen genehmigt, teilte das Statistische Bundesamtin Wiesbaden mit. Das entspricht einem Plus von 26,1 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Noch mehr Wohnungen wurden in den ersten sieben Monaten eines Jahres zuletzt 2000 bewilligt (216 000).
Trotz des Höhenflugs mangelt es hierzulande an bezahlbaren Wohnungen, kritisiert der Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI). Zwar stecken Städte und Kommunen nach Einschätzung von Vizepräsident Thomas Bauer seit der starken Zuwanderung von Flüchtlingen im vergangenen Jahr mehr Geld in die Errichtung erschwinglicher Wohnungen. Trotzdem fehlten aber immer noch Wohnungen und die Schaffung von billigem Wohnraum dauere viel zu lange.

Die hohe Baunachfrage macht sich auch in deutlich höheren Baupreisen bemerkbar. Außerdem wird es zunehmend schwieriger, für kurzfristig anstehende Projekte überhaupt Bauunternehmen und Handwerker zu finden. Ob sich die rückläufigen Flüchtlingszahlen 2017 mit geringerer Nachfrage und damit einem Einbruch des Preisanstiegs bemerkbar machen wird, wird sich zeigen.

Tips für Trips für Architektur-Begeisterte

Das sind unsere Favoriten für eine Auszeit, die Inspirationen bieten:

Architektur-Hotspot Rotterdam

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Die Erasmus-Brücke ist eine Schrägseilbrücke, das Wahrzeichen der niederländischen Stadt Rotterdam. Mit knapp 140 m Höhe und den  auffällig geformten Stahlseilträgern ist sie schon von weitem sichtbar. Ein besonderes Highlight ist der Anblick der beleuchteten Brücke bei Nacht.

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In unmittelbarer Nachbarschaft der Erasmus-Brücke liegt das Hochhaus-Ensemble „De Rotterdam“, in dem neben Geschäften und Restaurarants auch ein Hotel untergebracht ist (von der Bar und tlw. den Zimmern mit fantastischer Aussicht auf die Erasmusbrücke). Hier entsteht ein spannender Stadtteil – auch „Manhattan an der Maas genannt“, in dem ständig Neues entsteht.


Vitra Campus in Weil am Rhein

Neben dem Vitra Design Museum gibt es auf dem Firmengelände Bauten namhafter Architekten wie Frank O. Gehry, Tadaa Ando und Zaha Hadid, die im Rahmen einer Architektur-Führung besichtigt werden können. Von der im März diesen Jahres verstorbenen Architektin Zaha Hadid, deren Entwürfe viele Jahre als unbaubar galten, steht hier ihr 1993 entstandenes Erstlingswerk weltweit – die berühmte Feuerwache der Vitra-Werksfeuerwehr.

Das Konferenz- und Tagungsgebäude von Tadoa Ando ist sein erstes Bauwerk in Europa. Tadao Ando hat übrigens als Autodidakt nie Architektur studiert. Als Jugendlicher hat er eine Ausbildung als Profiboxer erhalten (manchmal fragt man sich als Architekt, ob das nicht auch hierzulande die bessere Ausbildung gewesen wäre, obwohl das die Eintragung in die Architektenkammer nicht unbedingt erleichtert hätte).

Im Vitra Haus (Entwurf von Herzog und de Meuron) ist der Flagshipstore mit der Home Collection untergebracht.

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Im Schaudepot gibt es über 400 Objekte zu bestaunen.

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Das nächste spannende Thema werden die wieder aufgebauten Bauhaus-Meisterhäuser in Dessau sein. Die im 2. Weltkrieg teilweise zerstörten und zu DDR-Zeiten durch Umbauten verunstalteten Häuser sind seit kurzem „wieder aufgebaut“. Wiederaufbau heißt hier aber nicht Neubau des Ursprungs-Entwurfs, sondern Neuinterpretation …

Mehr in Kürze hier.

© alle Fotos: Dirk Witteck

Witteck & Kiefer, Architekten und Ingenieure in Bürogemeinschaft, Lange Str. 78, 32602 Vlotho, Tel. 05733 95523, Mail: info (at) witteck-kiefer.de